Wann ist der Puls zu niedrig?
Der Puls beschreibt die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Er ist zum Beispiel an der Halsschlagader oder an der Hand ertastbar. Dennoch sollte er für eine erste medizinische Diagnose immer mit dem Blutdruck zusammen gemessen werden. Zudem kommt es für eine Einschätzung auch darauf an, ob die Pulsschläge schwach, kräftig, flattrig oder unregelmäßig sind.
Um herausufinden, wann ein Puls zu niedrig ist, muss man zunächst wissen, wo der normale Ruhepuls eines Menschens liegt. Der “normale” Ruhepuls kann eine große Schwankungsbreite haben. Werte zwischen etwa 50 und 100 Pulsschlägen pro Minute werden in der Regel als normal angesehen. Trainierte Ausdauersportler können einen niedrigeren Ruhepuls. Insbesondere Radsportler haben teilweise einen Ruhepuls von um die 30 Schläge pro Minute. Babys und Kinder haben regelmäßig einen höheren Pulsschlag.
Eine Faustformel beschreibt den Maximalpuls wie folgt:
220 − Lebensalter = Maximalpuls
Ein niedriger Puls liegt also je nach Zustand dann vor, wenn man als (untrainierter) Erwachsener unter die Schwelle von ca. 50 Pulsschlägen pro Minute fällt. Nun kommt es darauf an, welche Begleiterscheinungen bestehen. Treten vermehrt Schwindelgefühle auf oder gibt es immer mal wieder ein Stechen in der Brust, dann sollte man in jedem Fall einen Kardiologen aufsuchen. Wenn man sich jedoch bei einem niedrigen Puls wohl fühlt, spricht nichts dagegen. Ein niedriger Pulsschlag ist statistisch mit einer langen Lebenserwartung verbunden. Die besten Beispiele hierfür findet man in der Natur. Einige Schildkrötenarten können zum Beispiel ihren Puls während der Winterruhe auf 3 – 4 Pulschlägen pro Stunde herunter setzen.
Foto: Michael Bührke / pixelio.de
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