Wie ist der Euro entstanden?

Auch wenn die Einführung des Euro am 01. Januar 1999 als Buchgeld und drei Jahre später als tatsächliche Währung noch gar nicht so lange zurück liegt, gab es den Grundgedanken einer gemeinsamen Währung in Europa schon lange. Der Gedanke reifte über Jahrzehnte, war sowohl politisch als auch wirtschaftlich heftig diskutiert, gipfelte aber schließlich in der Einführung des neuen Zahlungsmittels in insgesamt zwölf europäischen Staaten mit 01. Januar 2002.

Erste Pläne der EWG Staaten

Die grundlegenden Gedanken zu einer einheitlichen Währung wurde bereits von den sechs Gründungsmitgliedern des EWG diskutiert und zwar 1969. Festgehalten sind die dort geäußerten Gedanken und Informationen im sogenannten BARRE-Bericht. Zehn Jahre später, 1979, wurde die EWS gegründet, das Europäische Währungssystem sollte vor allem als Gegenpol zum damals sehr stark dotierten US-amerikanischen Dollar fungieren. Dass es tatsächlich zur Beschlussfassung über eine gemeinsame Währung kam, liegt vor allem an Frankreich und Deutschland, die sich wirtschaftlich auf Augenhöhe mit Amerika und China behaupten wollten. Dies konnte nach Auffassung der damaligen Staats- und Regierungschefs vor allem durch eine gemeinsame Währung geschehen.

Gestaltung des Euro wurde bald gelöst

Wie die neue Währung, die Europa vereinen sollte, aussehen sollte, wurde 1996 geklärt. Damals veranstaltete das Europäische Währungsinstitut einen Gestaltungswettbewerb für die Banknoten. Zwei Jahre später wurde die Nullserie produziert. Das tatsächliche neu gedruckte Bargeld wurde vier Monate vor Währungseinführung am 01. Januar 2002 an die Banken ausgeliefert. Im gesamten wurden 14 Milliarden Banknoten im Wert von 633 Milliarden Euro in den Ländern der Währungsunion aufgelegt. Natürlich wurden dazu auch die Münzen produziert, und zwar insgesamt aus 250 000 Tonnen Metall und mit einer Stückzahl von 52 Milliarden.

Namenssuche gestaltete sich schwierig

Bereits im Dezember 1995 wurde anlässlich einer Sitzung des Europäischen Rates in Madrid die Bezeichnung für die neue Währung gefunden. Man einigte sich auf Euro, da andere Vorschläge wie etwa “Duca” “ecu” oder “florin” aufgrund negativer politischer Assoziationen abgelehnt wurden. Festgelegt wurde, dass in allen an der Währungsreform teilnehmenden Ländern die Bezeichnung gleich lauten und einfach auszusprechen sein musste. Das Euro-Symbol wurde in Anlehnung an das griechische Epsilon gestaltet, wobei die beiden kräftigen horizontalen Linien die Stabilität der Währung symbolisieren sollten.

Foto: MPanchenko / shutterstock.com

Ekki

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